Voller Erfolg mit Uraufführung
Erfolgreiche Vorstellungen
Mit dem Theaterstück Flug Lenze feiert unsere Junge Bühne wieder einen großen Erfolg. Das Publikum erlebte eine kurzweilige Kriminalkomödie mit viel Humor und Lokalkolorit. Der Applaus am Ende fiel entsprechend bei jeder Aufführung begeistert aus. Die ohnehin schon sieben geplanten Vorstellungen waren alle ausverkauft. So wurde nach dem Fasching eine Zusatzvorstellung angesetzt. Beim Start des Online- Vorverkaufs dafür am Samstag 07.02. um 08:00 Uhr morgens waren nach weniger als 10 Minuten alle Karten weg. Das Stück war einfach zu gut!
Rasante Komödie
Schon die ersten Szenen machen klar: Ruhe ist hier ein Fremdwort. Die Handlung spielt im Tower eines kleinen, ländlichen Flughafens, an dem normalerweise eher Leberkässemmeln als Flugzeuge im Mittelpunkt stehen. Genau diese Ruhe wünscht sich Fluglotse Lenze, der eigentlich nur seinen Feierabend genießen will. Doch es kommt anders.

Autor und Regisseur Marinus Schmid hat mit Flug Lenze eine rasante Komödie geschrieben, die von schrägen Charakteren und witzigen Dialogen lebt. Besonders Andreas Haager glänzt in der Titelrolle als überforderter Fluglotse, der von den Ereignissen regelrecht überrollt wird. An seiner Seite stehen die ebenso ruhebedürftige Chefin Walli, gespielt von Barbara Čutura, sowie Roman Kaltner als Arbeiter Konä. Von Entspannung kann jedoch keine Rede mehr sein.

Für Chaos sorgt Pilot Falko, dargestellt von Stephan Stacheter, der mit plötzlichem Flugverkehr und mysteriösen Frachtlieferungen den kleinen Flughafen auf den Kopf stellt. Auch der extra angeheuerte Fluglotse Christian, gespielt von Thomas Mayer, kann die Situation nicht wirklich entschärfen. Die dubiose Stewardess Anastasia, überzeugend dargestellt von Amalie Fischhaber, verzaubert nicht nur Lenze, sondern entpuppt sich gemeinsam mit Falko als Teil eines kriminellen Plans.

Zur heimlichen Heldin des Abends wird schließlich die schlaue Putzkraft Vroni, gespielt von Sophie Huber, die mit Witz und Köpfchen für die überraschende Wendung sorgt.
Dank an die Truppe
Am Ende der Aufführungen bedankte sich Autor Marinus Schmid bei der Theatertruppe und gab Einblicke in den Entstehungsprozess. Das Stück sei zu Beginn der Proben noch nicht vollständig fertig gewesen und habe im Laufe der Zeit zahlreiche Änderungen und Erweiterungen erfahren. Gemeinsam mit seiner Schwester Kathi Widmann sowie Ruth Loidl übernahm er Regie und Theaterleitung.
Weiter bedankte sich Marinus bei der Souffleuse Theresa Raß und bei Beate Augenstein für die Maske. Weitere Helfer waren die Bühnenbauer Thomas Fischhaber und Hans Zingerle sowie Stefan, Wast und Georg Messerer mit Kartenvorverkauf, Technik und Filmen. Nicht zuletzt galt der Dank den Wirtsleuten und deren Team für Bewirtung und für den genialen Theatersaal.
Inzwischen wurde das Stück „Flug Lenze“ von Marinus beim renommierten Wilhelm-Köhler-Verlag ins Programm aufgenommen. Gratulation!

Wie schon bei der Gleisgeisterei, Andreas Haager genial, als schrulliger, gemütlicher Lenze, der schon völlig zufrieden ist, wenn er seine Ruhe und seine Leberkässemmel hat.

Barbara Čutura als Walli fegt über die Bühne, laut, hektisch, findet immer einen Grund sich furchtbar aufzuregen. Ebenfalls super gespielt.

Ein Theaterdebüt, und was für eines. Roman Kaltner schlurft und plärrt als schwerhöriger Arbeiter Konä über die Bühne immer für Lacher gut.

Lässig und smart Stephan Stacheter als durchtriebener Pilot Falko, immer wieder ein Highlight auf der Bühne.

Ebenfalls ein sehr gelungenes Bühnendebüt von Amalie Fischhaber, die den armen Lenze gekonnt und verführerisch um den Finger wickelt.

Überzeugend auch der Auftritt von Thomas Mayer als Fluglotse Christian. Den nerdigen Streber nahm man ihm problemlos ab, genial am Ende der Umschwung zum coolen Strippenzieher.

Super gespielt auch die Putzkraft Vroni von Sophie Huber, immer am Kämpfen mit dem Chaos und den schrulligen Menschen um sie.
Fotos: Georg Messerer, Michael Hofstetter
